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Interview

„Bei betrieblicher Ausbildung gewinnen alle Beteiligten“

Von IG Metall · 2016

Ausbildung ist der Schlüssel für die Jugendorganisation der IG Metall. Kernthemen sind qualitative und quantitative Aspekte der beruflichen Bildung. Mit 230.000 Mitgliedern unter 27 Jahren setzt sich die IG Metall Jugend für gute Ausbildung, faire Bezahlung und klare Perspektiven ein. Zum Beispiel durch Übernahme nach der Ausbildung und ein Recht auf Weiterbildung. Michael Schmitzer ist Ressortleiter der jungen IG Metall in der Frankfurter Zentrale.

Was spricht für eine duale Ausbildung im Betrieb?

Die duale Ausbildung ist das Herzstück unseres Bildungssystems. Fast 500.000 Jugendliche starten jährlich eine betriebliche Ausbildung und legen damit das Fundament für eine erfolgreiche berufliche Zukunft. Die Stärke der dualen Ausbildung liegt im Zusammenspiel aus betrieblicher Praxis und theoretischer Vertiefung. Man füllt nicht nur die Festplatte, sondern kann das Erlernte ganz konkret im Betrieb einbringen. Das ist der große Vorteil gegenüber schulischen Lernformen.

Was kann jungen Menschen auf der Suche nach einer Ausbildung empfohlen werden?

MINT-Fächer sind empfehlenswert. Wir stehen vor einem tiefgreifenden technologischen Wandel – ja einer vierten industriellen Revolution. Um diesen Wandel und damit auch die Arbeitswelt von morgen positiv zu gestalten, braucht es junge, kreative Menschen. Die IG Metall steht dabei als starker Partner gerne zur Seite und berät in Fragen der Ausbildungsqualität und bei Problemen jeder Art. Gibt es im Ausbildungsbetrieb einen Betriebsrat, ist das sicherlich immer ein Vorteil.

Wie findet man den richtigen Ausbildungsplatz?

In jedem Fall sollte man sich von den eigenen Interessen leiten lassen und sich die Meinung von Dritten einholen. Bei der beruflichen Orientierung spielt dabei das persönliche Umfeld eine wichtige Rolle. Entweder als positives Beispiel oder als Impulsgeber. Diese Rolle sollten Eltern wahrnehmen und dabei auch mal über die klassischen Muster hinausdenken. Viel mehr junge Frauen sollten die Vorteile von technischen Berufen wahrnehmen, wie etwa eine bessere Bezahlung, mehr Flexibilität und eine größer Sicherheit des Arbeitsplatzes.

Eine Empfehlung an Unternehmen lässt sich also mit „Fördern statt auslesen“ zusammenfassen?

Die Bewerberinnen und Bewerber mit den besten Schulnoten sind nicht immer zwingend die besten für den Job. Es empfiehlt sich daher die Auswahltests nahe an den praktischen Erfordernissen auszurichten. Man sollte nicht nur nach den formal Besten suchen, sondern die Richtigen finden. Eine qualitative hochwertige Ausbildung hat schon viele auf die Erfolgsspur geführt. Letztlich fördert eine hohe Identifikation mit der Aufgabe die Kontinuität im Beruf sowie die Verbundenheit zum Arbeitgeber. Eine klassische Win-Win Situation.

Kontakt

IG Metall - Ressort Junge IG Metall
Wilhelm-Leuschner-Straße 79
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