Anzeige

Interview

„Berufswahl muss passen wie ein guter Schuh“

Von Bundesagentur für Arbeit · 2016

Beruf und Schule haben etwas Wichtiges gemeinsam: Beide müssen passen. Die Bundesagentur für Arbeit gibt Tipps, wie junge Menschen sensibel und kundig an die Berufswahl herangeführt werden.

Was können Eltern und Familie unternehmen, um Jugendliche bei der Auswahl eines Berufes zu unterstützen?

Seien Sie geduldig und bleiben sie auf Augenhöhe. Signalisieren Sie Interesse, fragen sie nach den Wünschen und Vorstellungen. Zählen Sie wertneutral ein paar Ideen auf, die zur Mentalität des Jugendlichen passen könnten.

Was sollte man tun, wenn die Wahl nicht überzeugend verläuft?

Geben Sie zu verstehen, dass Sie, egal in welche Richtung die Entscheidung fällt, immer jegliche Unterstützung dazu leisten würden. Sicherheit und Verständnis seitens der Eltern sind ein wesentlicher Faktor.

Auch wenn die beteiligten Erwachsenen vermuten, dass die Vorstellungen des Jugendlichen sehr wahrscheinlich nicht realistisch und machbar klingen?

Die Verantwortung der Eltern bei der Berufsorientierung ist groß. Es gilt, dem Kind als Berater und wohlwollender Unterstützer den Rücken bei der Entscheidung zu stärken. Gleichzeitig müssen Sie lernen, sich zurückzuhalten und loszulassen.

Wie sollte man vorgehen, vermeintlich bessere Ideen ins Gespräch zu bringen?

Möglichst nicht mit dem erhobenen Zeigefinger dozieren. Nehmen sie Berufswünsche ernst, auch wenn sie auf den ersten Blick absurd erscheinen. Fragen Sie nach den Gründen. Das „Warum“ führt häufig zu reelleren Alternativen. Sprechen Sie offen über Vor- und Nachteile bestimmter Berufe und halten Sie sich mit einer Wertung zurück. Speziell für Eltern bietet die Bundesagentur für Arbeit im Internet eine Elternrubrik an. Weitere Informationen finden Sie unter abi.de

Kontakt

Bundesagentur für Arbeit
friedrichstraße 34
10969 Berlin
E-Mail: berlin-brandenburg.PresseMarketing@arbeitsagentur.de