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Gastbeitrag

Eine Bewerbung ist kein Gag

Von Stadtwerke Heidelberg GmbH · 2017

Immer häufiger versuchen Bewerber, durch eigenwillige Methoden Aufmerksamkeit zu gewinnen. „Eine Bewerbung ist kein Gag“, sagt jedoch Dr. Rudolf Irmscher, Geschäftsführer der Stadtwerke Heidelberg. Denn die schriftlichen Unterlagen haben allein den Zweck, Kompetenz und Eignung für eine Stelle zu belegen.

„Eine solide, pointierte und gut lesbare Bewerbung mit sorgfältig zusammengestellten Unterlagen ist immer noch der beste Türöffner ins Unternehmen“, sagt Dr. Rudolf Irmscher, Geschäftsführer der Stadtwerke Heidelberg. (Foto: eccolo / Fotolia)

Etwas befremdet betrachteten wir ein geschnürtes Paket, das eine Bewerberin auf eine Ausschreibung des Vertriebs geschickt hatte. Als der Personalleiter schließlich die Schnur löste, schnellte ihm ein Clown an einer Feder entgegen. Die Erklärung fand sich im Anschreiben der Bewerberin: „Mit mir wird das Leben in Ihrem Vertrieb nie langweilig.“ Erstaunlich war auch das Bewerbungsfoto für eine andere Position: Da lächelte uns eine Frau auf einem roten Sofa entgegen, mit einer Katze im Schoß, die sie liebevoll streichelte. Wir suchten damals nach einer Chefsekretärin, keineswegs nach einer Verkäuferin in einer Tierhandlung. 

Auffallen um jeden Preis?

Ich könnte viele weitere Beispiele nennen: Da erreichen uns knallbunte Bewerbungen oder Mappen mit aufgeklebtem Holzherzchen. Im Inneren finden sich großformatige, künstlerisch aufwändige Fotos, die Bewerber in allen denkbaren Posen zeigen. Auch einmal Pfeife rauchend, die Füße auf dem Schreibtisch. 

Das Motiv dahinter ist nachvollziehbar: Jedem Bewerber ist klar, dass seine Bewerbung nicht die einzige ist. Um aufzufallen, greifen manche daher zu ungewöhnlichen Maßnahmen. Nur: Eine Bewerbung ist kein Gag. Dafür steht für beide Seiten zu viel auf dem Spiel. Bewerber können darauf vertrauen, dass der Personalleiter ihre Unterlagen gewissenhaft prüft. Es liegt ja auch in seinem Interesse, die geeigneten Kandidaten zu finden. 

Lieber solide und passgenau 

Bei der Vorauswahl zählen die nüchternen Fakten: Zeugnisse, Qualifikationen, Berufserfahrung, bisherige Tätigkeiten und Erfolge, ein Werdegang, der rund alle fünf Jahre eine berufliche Weiterentwicklung aufweist. Und nicht minder entscheidend ist, wie gut ein Bewerber konkret auf die Anforderungen der Stellenausschreibung eingeht und begründet, warum er genau an dieser Stelle interessiert ist. Damit erreicht er eine weitaus größere Aufmerksamkeit als mit Gags und bunten Farben.

Später, beim Vorstellungsgespräch, treffen sich Menschen; dann muss ein Bewerber durch seine Person überzeugen. Die schriftliche Bewerbung ist demgegenüber eine weitgehend rationale Angelegenheit. Sieger sind hier in der Regel pointierte und gut lesbare Bewerbungen mit sorgfältig zusammengestellten Unterlagen, die eher einem seriösen Geschäftsbrief gleichen. Gibt es darin Defizite, können weder ein rotes Sofa mit Schmu­sekatze noch ein hüpfender Clown sie ausgleichen. 

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