Diversity

Erfolgreich durch Vielfalt

Von Grete Mergenthaler · 2017

Eine Gruppe von Menschen in der Aufsicht
Unternehmen kommen schneller voran mit Vielfalt

Eine Arbeitswelt, die bereit ist für Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen aus allen Regionen, Religionen, Kulturen und Geschlechtern schafft ideale Grundlagen für die Herausforderungen neuer gesellschaftlicher und wirtschaftlicher Strömungen. Dank der vielfältigen Perspektiven und Eigendynamik liefert sie nachweislich bessere Ergebnisse in der Lösung von Problemen in Produktion, Forschung und Entwicklung. Ein intelligentes Management schafft in diesem Kontext die Voraussetzungen für Kompetenz, Variabilität und Innovation, damit unterschiedliche Talente erfolgreich zusammenarbeiten.

Faktoren wie Internationalität, offene Grenzen, ein wachsendes Bewusstsein hinsichtlich Gleichheit und Gerechtigkeit, neue ökonomische Trends und Erkenntnisse verändern aktuell die Betriebskultur. Herausforderungen wie der demografische Wandel, Fachkräftemangel, Gleichstellung und ein wachsender Anteil erwerbstätiger Frauen sowie mehr Menschen mit Migrationshintergrund greifen Unternehmen und Institutionen immer häufiger proaktiv auf. Unternehmer haben die Chancen entdeckt, die in globalisierten Warenströmen und im Wettbewerb um qualifizierte Mitarbeiter stecken.

Vielfalt mit starker Wirkung nach innen

Gelingt es in Unternehmen, die Komplexität der veränderten Strukturen zu organisieren und diese Kräfte zu bündeln, entfaltet Diversität seine Wirkung auch nach innen. Hohe Zufriedenheit, Loyalität und Identifikation seien laut zahlreichen Studien in der Praxis häufiger zu beobachten als in traditioneller organisierten Betrieben.

Viele Unternehmen und öffentliche Einrichtungen praktizieren bereits ein „Diversity Management“. In einer „Charta der Vielfalt“ haben sich zur Förderung von Diversität Unternehmen und Institutionen zusammengeschlossen. Die Charta der Vielfalt will die Anerkennung, Wertschätzung und Einbeziehung von Vielfalt in der Arbeitswelt in Deutschland voranbringen. Organisationen sollen ein Arbeitsumfeld schaffen, das frei von Vorurteilen ist.

Großer Nachholbedarf in Deutschland

Im Vergleich zu vielen anderen hochentwickelten Ländern gibt es nach Untersuchungen des Zukunftsinstituts in Frankfurt am Main in Deutschland starken Nachholbedarf. Als Beispiel dienen Startups, denen eigentlich Vorbildfunktion unterstellt wird. Im Global Startup Ecosystem Ranking 2015 waren in Berlin, hierzulande Aushängeschild der Szene, nur neun Prozent der Gründer weiblich. Im Silicon Valley lag dieser Anteil bei 24 Prozent, in Chicago gar bei 30 Prozent.

Viele Unternehmer vertreten die Meinung, dass sich schon herausbilde, was benötigt werde, um am Markt erfolgreich zu sein. Das Individuum selbst zähle, jenseits von sichtbaren Merkmalen wie Hautfarbe, Alter, Geschlecht. Viele Personalberater sehen darüber hinaus einen langsamen aber kontinuierlichen Wandel. Es wundere heute niemanden mehr, verstärkt Tischlerinnen und Baufacharbeiterinnen in den Werkstätten oder auf den Baustellen zu entdecken. Und immerhin: Bei den Studienanfängern im Bauingenieurwesen sind 25 Prozent weiblich, Tendenz steigend.

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