Ausbildung

Praktisch denken und arbeiten

Von Paul Trebol · 2017

Mehr als 300 anerkannte Ausbildungsberufe warten auf junge Menschen, sobald sie die Schulzeit hinter sich lassen. Ein großes Spektrum an Professionen und Segmenten steht zur Wahl, und viele tausend Unternehmen werben um sie mit qualifizierten Ausbildungsplätzen. Zu den verschiedensten Einstiegsmöglichkeiten in den Beruf zählen unter anderem die Ausbildung in der Berufsfachschule, Sonderausbildungen oder eine duale Ausbildung.

Ein Koch richtet ein Essen an

Laut einer aktuellen Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) verläuft der Berufseinstieg in der Regel reibungslos. Rund zwei Drittel der Ausbildungsabsolventen werden direkt vom Ausbildungsbetrieb übernommen. Vier Fünfteln der Ausbildungsabsolventen gelingt der Berufseinstieg nach dem Ausbildungsende, ohne arbeitslos zu werden. Am beliebtesten unter den Ausbildungsformen ist in deutschen Betrieben die duale Variante. Theorie in der Berufsschule wechseln sich bei einer dualen Ausbildung mit der Praxis im Ausbildungsbetrieb ab. Ziel ist die direkte Umsetzung von Fachwissen in das Arbeitsumfeld, praktisches Denken ist gefordert.

Kaufmännische Berufe sind bei jungen Frauen und Männern gleich beliebt

Bei der Berufswahl der meisten Jugendlichen gab es im Laufe der letzten Jahrzehnte der IAB-Studie zufolge eher wenig Veränderung. Nach wie vor konzentrieren sich junge Männer auf industrielle und technische Berufe, junge Frauen hingegen auf Büro-, Gesundheits- und Pflegeberufe. Bei kaufmännischen Berufen zeigen sich weniger geschlechtsspezifische Unterschiede – sie stehen bei beiden Geschlechtern hoch im Kurs. Ausbildungsabsolventen, die von ihren Ausbildungsbetrieben im Lehrberuf übernommen werden, erzielen durchschnittlich ein Einstiegsgehalt von rund 2.000 Euro brutto.

Weiterbildung öffnet Türen für gehobene Tätigkeiten

Zehn Prozent aller Weiterbildungskurse in Deutschland entfallen auf den Bereich Informations- und Kommunikationstechnologie (IKT). Das geht aus einer aktuellen Studie des IAB hervor, die auf einer repräsentativen Befragung von mehr als 10.000 Erwachsenen im Rahmen des Nationalen Bildungspanels (NEPS) beruht.

39 Prozent der Weiterbildungen werden beispielsweise im Bereich der kaufmännischen Softwareanwendungen belegt. Hierzu zählen Weiterbildungen im Umgang mit Office-Anwendungen wie Word und Excel. 18 Prozent der Kurse entfallen auf EDV-Dienstleistungen wie Datenschutz oder IT-Sicherheit.

Ältere Personen und Geringqualifizierte nehmen generell weniger an Weiterbildung teil als Jüngere und Hochqualifizierte. Betrachtet man nur diejenigen, die sich an Weiterbildung beteiligen, zeigt sich aber, dass IKT-Inhalte auch bei geringqualifizierten Weiterbildungsteilnehmern eine wichtige Rolle spielen. Ältere Personen bilden sich hauptsächlich im Bereich von grundlegenden IT-Anwendungen weiter und belegen die IKT-Weiterbildungskurse häufiger aus rein privatem Interesse als jüngere Personen.

Weitere Informationen:

www.ausbildung.de
www.azubiyo.de

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