Neue Arbeitswelt

Weibliches Potenzial besser nutzen

Von Nadine Effert · 2016

Super Work-Life-Balance, gleicher Lohn für gleiche Arbeit und viele Frauen in den Führungsetagen von Unternehmen – das ist in Deutschland noch Zukunftsmusik. Obwohl Frauen keine schlechtere Qualifikation haben, stehen sie in puncto Verdienst- und Karrierechancen sehr häufig schlechter da als Männer.

Vorbilder gibt es in Deutschland zur Genüge: Wir haben mit Angela Merkel eine Frau an der Spitze der Regierung, in ihrem Kabinett sitzen vier Bundesministerinnen. Und es gibt beispielhafte Karrieren wie die von Helga Jung, die 2011 als erste Frau in den Vorstand der Allianz aufrückte, oder die von Claudia Nemat, die bei der Telekom für den milliardenschweren Geschäftsbereich Europa und Technik verantwortlich ist.

Wirft man einen Blick auf die Generation, die gerade auf den Ausbildungs- und Arbeitsmarkt strömt, sind auch hier durchaus erfreuliche Tendenzen erkennbar. So dringen zum Beispiel immer mehr Frauen in klassische Männerdomänen vor oder wagen den Schritt in die Selbstständigkeit. Auf der aktuellen Forbes-Liste der 50 erfolgreichsten Deutschen unter 30 finden sich auch zahlreiche Frauen. Allen voran junge Existenzgründerinnen wie Lea-Sophie Cramer (28), Gründerin und Geschäftsführerin vom Erotikversandhändler Amorelie, oder Johanna Ludwig (28), Mitbegründerin des Start-ups Akvola Technologies. Ob als Politikerin, Aufsichtsrätin, Managerin oder Gründerin – diese Beispiele zeigen, dass frau es heutzutage in der Berufswelt schaffen kann. Sogar bis ganz oben, jedoch (noch) eher selten und nur unter bestimmten Voraussetzungen.

Aussagen von Frauen zum Thema "Beruf und Arbeit". Quelle: Brigitte, 2016