Karriere in der IT

Zusammenspiel von Software und Hardware

Von Karl-Heinz Möller · 2017

Ob Auszubildender, Student, Bachelor, Master oder Professor – ohne profunde Kenntnisse der Programmierung und Digitaltechnik sind die Aufgaben im Job nicht mehr zu bewältigen. Diese Entwicklung führt zu neuen Herausforderungen und Chancen, neue Berufszweige entstehen.

Europäische Unternehmen jeder Größenordnung und Branche sehen sich zunehmend mit komplexen Digitalisierungsthemen konfrontiert. Nach Umfragen von Fachverbänden gehen fast zwei Drittel (64 Prozent) der deutschen Unternehmen davon aus, dass sich ihr Geschäftsmodell im Zuge der digitalen Transformation stark verändern wird. Um sich einen Vorsprung zu verschaffen oder die eigene Position zu sichern, brauchen Betriebe dynamische Infrastrukturen, mit denen sie Computing, Storage und Netzwerkressourcen schnell und ohne großen Aufwand bereitstellen können. Hohe Kompetenz, bestens ausgebildete Fachleute und praktische Intelligenz sind gefragt. 

„IT“ steht als Oberbegriff für Informationstechnik („Information Technology“) und verbindet die klassische Elektrotechnik mit der Informatik. IT-Jobs sind daher in nahezu allen Branchen auf dem Vormarsch, zum Beispiel in den Sektoren Automobilindustrie, Energieversorgung, Energiewirtschaft, Handwerk, Automobilindustrie, Telekommunikation, Luft- und Raumfahrt, Klima- und Gebäudetechnik.

Mehr als je zuvor steht der Kunde im Zentrum von Industrie, Handel und Dienstleistung. Um ihn schnell zu erreichen, heißt das neue Mantra „Online First“. Als logische Konsequenz dieses Wandels verändern sich vielfach die Inhalte von Tätigkeiten, oft entstehen völlig neue Berufe und Geschäftsfelder. IT-Technologie zieht in alle Unternehmensbereiche ein.

Digitale Information und Kommunikation sind die Ausgangsbasis

Datenschutzvergehen bei Behörden, Konzernen und Ministerien erzeugen weltweit Schlagzeilen. Gerade in Großunternehmen werden Spezialisten gesucht, die Datenklau und -betrug nicht nur bekämpfen, sondern auch effektiv vorbeugen können. Zu den aussichtsreichsten Berufen der Zukunft zählen nach Analysen von Beratern beispielsweise Softwareentwickler und IT-Sicherheitstechniker. Schutz und Sicherheit der Daten wird in Deutschland ein immer wichtigeres Thema werden. Die Gehälter dieser Fachleute liegen nicht von ungefähr weit über dem Durchschnitt mit steigender Tendenz.

Wegweiser für Ausbildung und Weiterbildung finden Suchende in großer Vielfalt – vor allem im Netz. Einen Einstieg in die Berufsmaterie bieten Informationen der Industrie- und Handelskammern. Das Spektrum der Ausbildungen reicht hier von mehr kaufmännisch ausgerichteten Fächern bis hin zu elektronisch basierten Inhalten. Im Bildungsangebot zu IT-Berufen mit IHK-Abschluss sind unter anderem zu finden Fachinformatiker, Informatikkaufleute, IT-Systemkaufleute, IT-Systemelektroniker, Gamedesigner  und 3D- Programmierer.

Wechsel von Theorie und Praxis

Grundbestandteil eines dualen Studiums ist die Verknüpfung von praktischer Arbeit in einem Unternehmen und theoretischen Vorlesungen an einer Hochschule oder Berufsakademie. Diese beiden Elemente (Praxis und Theorie) wechseln sich in einem regelmäßigen Rhythmus ab. Perfekt ist der Studiengang, wenn sogar eine anerkannte Berufsausbildung als integraler Bestandteil dazu gehört.

Ohne Frage sind die Aussichten im digitalen Zeitalter hervorragend. Die rasante Entwicklung der Informationstechnologie bietet unzählige Chancen und Herausforderungen – die Branche ist ständig auf der Suche nach qualifiziertem Nachwuchs. Informatik ist allgegenwärtig – es gibt fast keinen Bereich mehr, der nicht durch computergesteuerte Maschinen oder autark arbeitende Software unterstützt wird.