New Work

Arbeiten, wo es gerade passt

Von Karl Heinz Möller · 2018

Eine Frau am Schreibtisch im Home Office. Thema: New Work

Der Arbeitsplatz von morgen wird anders aussehen, als der Ort, wie wir ihn heute kennen. So individuell wie jedes Unternehmen werden Mitarbeiter zukünftig ihr Umfeld frei gestalten können und dort ihrer Profession nachgehen, wo sie gerade sind. Dabei geht es auch um eine neue Auffassung der Arbeitswelt, eine andere Philosophie mit Ansätzen wie der Frage nach dem Zweck und Sinn des Arbeitens.

Im Zuge der Industrialisierung verschwanden mehr und mehr die kleinen Werkstätten zu Hause, und die Arbeitsplätze wanderten peu à peu in die Fabriken ab. Heute kehren sie zurück an den Ort, wo man lebt. Oder wo sich der Mitarbeiter gerade aufhält. Zeitliche und räumliche Flexibilität machen dies möglich.

Unabhängiges Arbeiten wird unter anderem ermöglicht durch die Digitalisierung auf allen Ebenen. Teams können somit auf Standorten in der ganzen Welt verteilt sein. Auch die Arbeitszeitmodelle werden flexibler.

Mit der neuen Arbeitswelt entsteht eine neue Kultur

Consultants wie Kienbaum erwarten als wichtigste Voraussetzung für New Work eine neue Kultur, in der sich New Work entfalten kann. „Without New Culture no New Work!“ lautet die Leitlinie. Kultur sei als die Erfahrungen zu verstehen, die Mitarbeiter mit Führungskräften beziehungsweise in Führungsteams machen. Mitarbeiter beschäftigten sich immer stärker mit dem Zweck ihres Unternehmens und der Sinnhaftigkeit ihrer Arbeit. Das Management sei in hohem Maße gefordert, um entsprechende Orientierung und Inspiration zu vermitteln.

Eine Konsequenz für Unternehmen lautet demnach: Sie bleiben nur für die Besten unter den Bewerbern attraktiv, wenn sie entsprechende Arbeitsbedingungen schaffen (Employer Branding).

Eine signifikante Ausprägung der neuen Arbeitswelt ist das „Coworking“. Seit 2017 ist am deutschen Büromarkt die rasante Ausbreitung zu beobachten. Dabei sei nicht nur bei Nutzern, sondern auch bei Eigentümern und Investoren das Interesse stark gestiegen, da sie als Synonym zukunftsweisender Büroumgebung gesehen werden. Unter Coworking-Flächen sind gewerblich genutzte Mietflächen zu verstehen, deren Anmietung nach Arbeitsplatz und Ausstattung in Rechnung gestellt wird.

New Work: Digitalisierung als Treiber 

In einer Studie hat der Immobilienberater Colliers International Deutschland die Zukunftsfähigkeit von Coworking-Centern untersucht. Dabei hat sich Zentralität als Erfolgsfaktor herausgestellt. Mit zunehmender Technisierung und Digitalisierung sei in der technischen Ausstattung und Flexibilität ein wesentlicher Wettbewerbsvorteil gegenüber klassischen Büroflächen gesehen.

In Zukunft werden hoch qualifizierte Fachkräfte schon bald im Rahmen von Projektarbeit Arbeitsleistungen rund um die Welt erbringen und in eigenen Special-Interest-Communities miteinander kommunizieren. Selbstmanagement entwickelt sich zu einer Kernqualifikation, Berufliches und Privates verschwimmen.

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