Berufsausbildung

Wunschkonzert nach der Schule

Von Paul Trebol · 2018

Eine Berufsausbildung gilt als ideale Basis für den Jobeinstieg. Etwas von Grund auf zu lernen und die praktischen Details einer Materie umzusetzen, reizt viele Schulabgänger oft mehr als ein mit Theorie vollgestopftes Studium. Unter gut 300 anerkannten Ausbildungsberufen können Kandidaten wählen und je nach Neigung und Vorliebe entscheiden. Die Chancen stehen gut: Aktuell ist das Angebot in vielen Berufen größer als die Nachfrage.

Ein Friseur und einer Friseurin bei der Arbeit. Eine Berufsausbildung eröffnet Jobperspektiven

Stabile Verhältnisse bezüglich der Berufswahl beherrschen das Bild bei Jugendlichen. Nach wie vor konzentrieren sich junge Männer eher auf industrielle und technische Berufe, junge Frauen hingegen auf Büro-, Gesundheits- und Pflegeberufe. Bei kaufmännischen Berufen zeigen sich weniger geschlechtsspezifische Unterschiede – sie stehen bei beiden Geschlechtern hoch im Kurs. Insgesamt sind dazu die ökonomischen Bedingungen ideal: Das Angebot übersteigt bei weitem die Nachfrage und die Auswahl gleicht einem Wunschkonzert.  

Auch der Berufseinstieg verlaufe laut Umfragen des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung IAB in der Regel reibungslos. Rund zwei Drittel der Ausbildungsabsolventen würden direkt vom Ausbildungsbetrieb übernommen. 80 Prozent der Ausbildungsabsolventen gelinge problemlos der direkte Berufseinstieg nach dem Ausbildungsende.

Kaufmännische Berufe sind bei jungen Frauen und Männern gleich beliebt

Die mit Abstand bevorzugte Form der Ausbildung ist die duale Variante. Der Wechsel von Theorie in der Berufsschule und Praxis im Ausbildungsbetrieb kommt gut an. Ziel ist die direkte Umsetzung von Fachwissen am Arbeitsplatz und das Verständnis für die Abläufe in der Produktion.

Ausbildungsabsolventen, die von ihren Ausbildungsbetrieben im Lehrberuf übernommen werden, erzielen durchschnittlich ein Einstiegsgehalt von rund 2.000 Euro brutto. Geringere Einstiegsgehälter bekommen die Ausbildungsabsolventen, die nach dem Ausbildungsende zunächst arbeitslos wurden: Nach einer Arbeitslosigkeit von bis zu drei Monaten liegt hier das mittlere Einstiegsgehalt bei etwa 1.700 Euro.

Berufsausbildung: Weiterbildung öffnet Türen für gehobene Tätigkeiten

Zehn Prozent aller Weiterbildungskurse in Deutschland entfallen auf den Bereich Informations- und Kommunikationstechnologie (IKT). Das geht aus einer aktuellen Studie des IAB hervor, die auf einer repräsentativen Befragung von mehr als 10.000 Erwachsenen im Rahmen des Nationalen Bildungspanels (NEPS) beruht.

Ältere Personen und Geringqualifizierte nehmen generell weniger an Weiterbildung teil als Jüngere und Hochqualifizierte. Betrachtet man nur diejenigen, die sich an Weiterbildung beteiligen, zeigt sich aber, dass IKT-Inhalte auch bei geringqualifizierten Weiterbildungsteilnehmern eine wichtige Rolle spielen. Ältere Personen bilden sich hauptsächlich im Bereich von grundlegenden IT-Anwendungen weiter und belegen die IKT-Weiterbildungskurse häufiger aus rein privatem Interesse als jüngere Personen.

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