IT-Fachkräftemangel

Berufe in Bewegung

Von Jens Bartels · 2021

IT-Spezialisten fühlen sich in vielen unterschiedlichen Wirtschaftsbereichen zu Hause. Im Rahmen von Industrie 4.0 begleiten sie beruflich die Verschmelzung von IT-Technologien mit Produktionstechnologien. Das Berufsfeld entwickelt sich dynamisch: Gefragt sind immer wieder neue Kompetenzen und Qualifikationen.

Vier Mitarbeiter in einer Besprechung
Industrie 4.0 bietet spannende Jobchancen. Foto: iStock / gorodenkoff

Der Mangel an IT-Spezialisten bleibt auf hohem Niveau: Am Ende des letzten Jahres waren quer durch alle Branchen 86.000 Stellen für IT-Experten frei. Dies ist eines der Ergebnisse einer Studie zum Arbeitsmarkt für IT-Fachkräfte des Digitalverbands Bitkom. Sechs von zehn Unternehmen erwarten zudem, dass sich der IT-Fachkräftemangel künftig verschärfen wird.

Mit Abstand am gefragtesten sind in der Wirtschaft laut der Studie Software-Spezialisten. Jedes zweite Unternehmen (52 Prozent) mit vakanten IT-Jobs sucht Software-Entwickler beziehungsweise Software-Architekten. Dahinter folgen IT-Anwendungsbetreuer beziehungsweise IT-Administratoren, die von jedem dritten dieser Unternehmen (35 Prozent) nachgefragt werden. Knapp zehn Prozent der Unternehmen würden gerne Data Scientists beziehungsweise Big-Data-Experten einstellen.

IT-Fachkräftemangel: Angebote für Ausbildungen werden vielfältiger

Ein hoher Bedarf von Unternehmen nach Software-Spezialisten lässt sich unter anderem rund um das Thema Industrie 4.0 beobachten. Den Arbeitsalltag in diesem Bereich kennzeichnen immer kürzere Innovationszyklen sowie die steigende Komplexität vernetzter Produktionstechnologien, etwa im Rahmen des „Manufacturing Execution System“ (MES). Wer sich für einen Karriereweg in diesem Bereich interessiert, findet mittlerweile eine Reihe von IT-Studiengängen mit dem Schwerpunkt „Industrie 4.0“. Zugleich ist es möglich, einen allgemeinen Informatikstudiengang zu absolvieren und sich in diesem Rahmen auf Fragen rund um das Thema Industrie 4.0 zu konzentrieren. Aber auch IT-Ausbildungsberufe wie IT-Systemelektroniker und Fachinformatiker für Systemintegration oder Anwendungsentwicklung öffnen die Türen zu diesem Zukunftsbereich.

Neue Tätigkeiten entstehen

Fest steht: Die Digitalisierung der Fertigung wird die Arbeitswelt weiter umkrempeln – zum Beispiel durch Cobots als Kollegen oder digitale Zwillinge auf dem Laptop. So rechnen Unternehmensberater zum Beispiel mit verstärkter Nachfrage nach den beiden Berufen „Digital-Twin-Engineer“ und „Roboterteam-Koordinator“. Ein Digital-Twin-Engineer agiert als verbindendes Element zwischen dem Produktzwilling und dem Leistungszwilling. Er verbessert ihre Zusammenarbeit und überwacht ihre Leistung. Dagegen gehört zu den Aufgaben eines Roboterteam-Koordinators, die Stärken von Robotern und Menschen zu identifizieren und so einzusetzen, dass sie für Produktivitäts- und Wachstumssteigerungen sorgen.

Quellen:
www.it-berufe.de
Deloitte: The future of work in manufacturing

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