Ingenieure für Maschinen- und Anlagenbau

Deutschlands Vorzeigebranche

Von Jens Bartels · 2021

Sie entwickeln Motoren, konstruieren Maschinenteile oder planen Produktionsanlagen: Ingenieure im Maschinen- und Anlagenbau zählen zu den Top-Verdienern des Landes. Die digitale Transformation bringt auch in diesem Berufsfeld große Veränderungen mit sich. Neue Jobprofile entstehen etwa an der Schnittstelle zwischen IT und Ingenieurwesen.

Ingenieur arbeitet an einer Maschine
Maschinenbau-Ingenieure sind nach wie vor begehrt. Foto: iStock / skynesher

Der Fachkräftemangel im Maschinenbau verschärft sich wieder. Laut einer Umfrage des Fachverbandes VDMA unter rund 570 Personalverantwortlichen in Mitgliedsfirmen sieht die Mehrheit der Befragten aktuell bei allen Beschäftigtengruppen Engpässe. Dies trifft insbesondere auf Akademiker und Ingenieure (78 Prozent) sowie Beschäftigte mit abgeschlossener Ausbildung (82 Prozent) zu, so der Verband.

Zukunftstrend KI

Vor allem werden kreative Leute gebraucht, die die Branche erfolgreich in die digitale Ära führen.
Wenn der Maschinenbau eine Leitindustrie bleiben soll, wird er auch mit Plattformstrategien und modernsten Technologien erfolgreich sein müssen. Nur so wird er im Systemwettbewerb globale Spitzenpositionen verteidigen können. Dabei werden Trends gerade mit Blick auf die vierte industrielle Revolution auch die nachgefragten Qualifikationen von Ingenieuren ändern. Ein hochspannender Bereich in diesem Kontext ist die industrielle KI. Nachdem in der ersten Welle alle Daten der Produktion und der Lieferketten digital und mobil über Cloud-Systeme verfügbar gemacht wurden, wird in diesem Jahrzehnt eine zweite Welle der Digitalisierung der Produktion möglich. Dabei werden die verfügbar gemachten digitalen Daten durch KI-Systeme analysiert und entsprechend interpretiert. Das Ziel dahinter ist eine KI-basierte fehlerlose Produktion. So werden die Kosten in Fabriken noch einmal erheblich reduziert, weil Prozesse von Algorithmen permanent weiter optimiert werden, um beispielsweise Stillstandszeiten, Materialaufwände, Energieverbräuche und Personaleinsatz weiter zu reduzieren.  

Süddeutschland ist lukrativer für Ingenieure für Maschinen- und Anlagenbau 

Grundsätzlich gehören Ingenieure zu den Top-Verdienern, verrät der aktuelle Stepstone-Gehaltsreport. Allerdings hängt die Bezahlung von verschiedenen Kriterien wie Abschluss, Branchenwahl, Region oder auch der Unternehmensgröße ab. Klar muss zunächst sein: Je höher der Abschluss, desto besser die Bezahlung. Blickt man auf Branchen und Regionen, verdienen Ingenieure in der Pharma- und Chemiebranche in den süddeutschen Bundesländern Baden-Württemberg und Bayern am besten. Nicht zuletzt schwankt das Gehalt um circa 20.000 Euro, je nachdem, ob man sich für ein kleines Ingenieurbüro oder einen großen Weltkonzern entscheidet.

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