IT-Management

Drei Ausprägungen der IT-Karriere

Von Christian Raum · 2019

Die Station des klassischen Abteilungsleiters spielt in der IT-Laufbahn nicht mehr die entscheidende Rolle. Wichtig ist es, sich mit Fachkompetenzen, Schulungen und Spezialwissen methodisch und fachlich aufzustellen und Verantwortung für Menschen und Produkte zu übernehmen.

IT-Spezialist erklärt einer Kollegin etwas. Thema: IT-Management

Handel bedeutet Wandel – und mit der Digitalisierung steht der Branche ein kompletter Umbruch bevor. Denn hunderte Prozesse, die im Einkauf, in Lagern, Filialen, Produktionen entlang der Lieferketten heute noch mit Papierformularen und Großrechnern abgewickelt werden, müssen in digitale Prozesse und Anwendungen überführt werden. Dabei ist eine Herausforderung die schiere Masse der nötigen Systemänderung. Die Systemverantwortlichen sind gezwungen, die Organisation umzubauen, flache Hierarchien zu etablierten und die Verantwortung auf viele Schultern zu verteilen. Damit eröffnen sich für fachlich und methodisch kompetente Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter neue Karrierechancen.

IT-Management: Bedeutung fachlicher Karrieren ausbauen

„Unsere Kollegen müssen keine 250 Mitarbeiter unter sich haben, um Karriere zu machen. Sie können auch einer von Deutschlands fünf Experten im Bereich User Experience sein“, heißt es in der HR-Abteilung eines großen IT-Anbieters.

User Experience gilt als eines der entscheidenden Schlagwörter in der IT-Branche. Eine Aufgabe ist es, alle wichtigen Informationen auf das Gerät der jeweiligen Mitarbeiter entsprechend ihrer Rollen und Profile zu bringen. Derjenige, der für die User Experience verantwortlich ist, bestimmt in einem hohen Maß mit, wie das Unternehmen funktioniert und ob die Prozesse laufen. Bislang ist es für solche Experten kaum möglich gewesen, über die klassische Karriereleiter in der Hierarchie nach oben zu klettern. Doch in Zeiten von Disruption und Digitalisierung wandeln sich auch die Erwartungen an die Mitarbeiter. Fachliche und methodische Führung seien inzwischen ebenso wichtig und ebenso gut honoriert, wie die Positionen mit großer Personalverantwortung.

Coach wird Führungskraft 

Ein dritter Karriereweg führt über die Position eines Coaches. Diese spielen in der internen Organisation im Rahmen der digitalen Arbeitswelten bei der Unterstützung ihrer Kollegen eine entscheidende Rolle: Sie haben in der Organisation den Blick für das Ganze und verbinden die Teams. Coaches verfügen über eine hohe soziale Kompetenz verbunden mit einem Universitätsabschluss. Sie können psychotherapeutische Methoden anwenden, die Kolleginnen und Kollegen in den Teams fachlich fördern und Managementkonzepte vermitteln. Viele Personalabteilungen zählen Coaches zu den möglichen Führungskräften, denen sie eine große unternehmerische Verantwortung übergeben wollen.

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