Personalberatung

Potentiale und Chancen für Executives

Von Christian Raum · 2021

Headhunter suchen sehr gezielt nach Kandidat:innen, die menschliche Kompetenzen mit Fachwissen und Hightech-Know-how kombinieren. Gute Karrierechancen haben alle, die den Einsatz von Computern als Werkzeug zur Wertschöpfung denken und umsetzen können.

Symbole für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die zwischen Händen schweben
Stereotypen sind ein Konzept der Vergangenheit. Personalabteilungen wollen Führungskräfte mit Fingerspitzengefühl und Begeisterung. Foto: iStock / sdecoret

Es ist keine Frage – die Zeit des cholerischen Patriarchen, der sein Firmenimperium mit einer Mischung aus Wutanfällen und Schmeicheleien leitet, ist vorbei. Seit den 1950er Jahren galt die rücksichtslose und deshalb häufig als „führungsstark“ bezeichnete Persönlichkeit als ideale Besetzung auf vielen Executive-Positionen. Heute hat dieser Urtypus des deutschen Wirtschaftswunderchefs in vielen Unternehmen keinen Platz mehr. Denn von den neuen Führungskräften wird eine feine Mischung aus Fingerspitzengefühl und Hightech-Kompetenz gefordert, berichten Mitarbeiter:innen aus Personalberatungen. Unternehmen, die ihren „Employer Brand“ rund um Arbeit-4.0-Konzepte aufbauen, haben sehr genaue Vorstellungen, mit wem sie ihre Führungspositionen besetzen. Und für diese Personen werden sie in Absprache mit den Headhuntern, die sie vertreten, Karrierewege schaffen und Posten modellieren.

Personalberatung sucht smarte Chefs 

Die gesuchten Kandidat:innen sind smart. Denn heute muss eine Führungspersönlichkeit Teams mit Mitgliedern aus den unterschiedlichsten Ländern, Kulturkreisen und Religionen begeistern. Dies gilt im kleinen, regionalen Rahmen wie einem Krankenhaus, in dem Ärztinnen und Ärzte oder auch Pflegekräfte aus ganz Europa, Nordafrika und Nahost gemeinsam für die Patient:innen arbeiten. Und es lässt sich beliebig skalieren. Konzerne aus der Automobilindustrie oder der Informationstechnologie sind mit zehntausenden Kolleg:innen auf allen Kontinenten vertreten. Kandidat:innen haben dann gute Karrierechancen, wenn sie neben dem geforderten Fachwissen, das Digitale denken können und über starke menschliche Kompetenzen für die Führung von Teams verfügen, die über den gesamten Globus verteilt sind. 

Digitales Denken gefordert

Die Kandidat:innen benötigen ein gutes Verständnis dafür, dass die digitalen Technologien in Zukunft nicht mehr für die aufwändige und teure Organisation eines Unternehmens eingesetzt werden. Vielmehr müssen sie Informationstechnologie als Business Enabler verstehen. Sie sollen wissen, in welchen Bereichen sie Softwaresysteme idealerweise für die Wertschöpfung einsetzen – und sie müssen analysieren und begründen, welche Systeme nicht geeignet sind. In den kommenden Jahren wird es auf den Karriereleitern immer wichtiger, die Fähigkeit nachzuweisen, dass die jeweilige Mitarbeiter:in Geschäftsprozesse und Routinearbeiten in Computercode und Apps übersetzen kann. Das Erstellen von Softwareprogrammen wird in einigen Jahren zum Arbeitsalltag gehören, wie Rechtsschreibung, Satzbau und korrekte Sprache.

Quellen:
Roland Deiser: Digital Transformation Challenges in Large and Complex Organizations
Gavin Jocius​: The Age of Annoyance: Managing our Frustrations with Information Overload
Sylvia Marlene Wilz: Aufgaben, Funktionen und Macht von Beratern am Beispiel der Personalberatung

 

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