Weiterbildung Digitalisierung

Durchstarten in der Online-Industrie

Von Christian Raum · 2019

Die Internetanbieter im Silicon Valley sind die Vorbilder für neue Arbeitswelten und die Karriere 4.0. Wer aus einer klassischen Laufbahn in die Digitalisierungswirtschaft wechseln möchte, sollte seine Arbeitsweise und seine Haltung zu den digitalen Welten hinterfragen und an einem neuen Mindset arbeiten. Spezialisierte Weiterbildungsanbieter unterstützen ihn dabei.

Aufgebaute Holzklötzchen, die den Karriereaufstieg darstellen. Thema: Weiterbildung Digitalisierung
Wer heutzutage die Karriereleiter aufsteigen will, muss sich in Sachen Digitalisierung weiterbilden.

Anbieter von Fortbildungen, Personalvermittler und auch Karriereberater stellen bei immer mehr Seminarinteressierten eine Art digitalen Burnout fest. Häufig treffe es Menschen, die etwa zwischen Mitte 40 Jahre und Anfang 50 Jahre alt sind. Sie hätten in der Vergangenheit mehrere Karriereschritte gemacht, kämen jetzt aber nicht mehr voran. Ein typischer Grund sei, dass sie sich aus verschiedenen Gründen aus der Digitalisierung ausgeklinkt haben. Die neuen Arbeitszeiten, das ergebnisorientierte Arbeiten und auch die Begeisterung vieler Kollegen für die neuen Arbeitswelten seien ihnen fremd.

„Viele Arbeitnehmer haben nicht erkannt, dass Digitalisierung für sie wichtig ist“, berichtet ein Personalberater. Und bei der Ablehnung der Digitalisierung fingen die Probleme im Betrieb und bei der Jobsuche an. „Denn für den Arbeitsmarkt sind diejenigen, die nicht mit den digitalen Methoden, Mitteln und Werkzeugen umgehen können, kaum noch vermittelbar – ganz sicher sind sie für viele Arbeitgeber als Kolleginnen oder Kollegen nicht spannend.“ Für die Haltung der Menschen, die bewusst nicht bei der Digitalisierung mitmachen, sich gegen deren Methoden und auch gegen die Arbeitswelt 4.0 sperren, entwickelt sich ein Begriff in den Netzwerken: „Digitale Diät“.

Weiterbildung für Digitalisierungsmüde

Weiterbildungsinstitute wollen diese Menschen erreichen und Optionen für die weitere berufliche Laufbahn aufzeigen. Denn ausgebildete Verkäufer, Vertriebler oder auch Marketingspezialisten sind gefragt – wenn sie nur dem digitalen Wandel positiv gegenüberstehen. Und die Anbieter argumentieren damit, dass in der digitalen Welt Goldgräberstimmung herrsche. Es sei noch nie so einfach gewesen, ein neues Thema anzugehen und darin erfolgreich zu sein, wie in der Digitalisierung. Alle diejenigen, die gelernt hätten, digital und vernetzt zu denken, könnten sich mit ihrem Know-how und ihren Geschäftsideen an die Spitze ihrer Branche oder ihrer Industrie stellen. „Denn durch den Wandel zur Digitalisierung werden die Karten neu gemischt.“

Die Erwartung in der Digitalindustrie ist, dass alle Unternehmen vom Startup bis zum weltweiten Konzern eine reale Chance haben, sich am Aufschwung zu beteiligen. Das etwas vereinfachte Geschäftsmodell ist die Programmierung einer App, mit der ein Anbieter seine Kunden begeistert. Der Online-Marketingspezialist baut eine Fan-Community auf. Deren Mitglieder kaufen das Produkt und alle seine Updates und Erweiterungen. Zum Seminarangebot gehört zu lernen, wie Kundenbeziehungen, Vertriebsnetz und Marketing in der digitalen Welt aufgebaut werden. Anstelle von Vertriebsnetzen, Niederlassungen, Verkäufern kann ein guter Online-Marketingexperte mit seinem Internetwerkzeugkasten die Kunden direkt ansprechen. 

Online-Methoden und Berufsausbildung ergänzen sich

Er wird die Zielgruppen eingrenzen, die Produkte für die jeweilige Käufergruppe darstellen. Die Interessen, Neugier und Erwartungen seiner Kunden und Fans kann er viel besser bedienen, als jeder Vertriebschef in einem flächendeckenden Netz aus Straßengeschäften das könnte. Entscheidend ist nicht nur die Kompetenz für Online-Marketing. Der Mitarbeiter soll die Digitalisierung schätzen. Er soll in der Lage sein, mit deren Möglichkeiten zu spielen und die Chancen voll auszureizen. Dann zieht sein Unternehmen an Mitbewerbern vorbei – obwohl die mit einem Netz aus Niederlassungen und Vertrieblern seit Jahrzehnten am Markt sind.

Natürlich ergänzt sich das in den Kursen und Seminaren erworbene technische und methodische Wissen mit den Vorkenntnissen der Teilnehmer. Das sind deren Berufsausbildung und die bislang erworbenen Zertifizierungen und Weiterbildungen. Ziel ist es, die zusätzlichen strategischen, organisatorischen und technischen Bausteine zu vermitteln, die die Aufgabenprofile und Anforderungen in den Stellenanzeigen widerspiegeln. Damit sei für viele Absolventen ein hoher Wiedereinstieg oder eine interessante Veränderung in der beruflichen Laufbahn möglich, sind die Anbieter überzeugt. Grundelegende Vorraussetzung sei jedoch immer die selbstgewählte „Digitale Diät“ zu beenden, die Perspektive zu wechseln und die Chancen der Digitalisierung zu ergreifen.

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