Studium

Wunschkonzert nach der Schule

Von Sven Dorseter · 2018

Akademiker gehören hierzulande zu den gefragtesten Mitarbeitern. Je nach konjunktureller Lage und Studienrichtung haben Absolventen gute bis sehr gute Aussichten auf anspruchsvolle und gutdotierte Jobs. Ob Ärzte, Ingenieure, Betriebswirtschaftler oder Wirtschaftswissenschaftler – in allen Branchen werden hochqualifizierte Kräfte gesucht.

Ein Informatiker an seinem Arbeitsplatz. Thema Studium

Die Wahl eines Studiums ist schwierig genug, abhängig von Angebot, Vorlieben, Wohnort, Lebensplanung, Erwartungen. Abiturienten stehen vor einem gigantischen Angebot. Das Centrum für Hochschulentwicklung (CHE) hat die Zahl der Studiengänge in Deutschland für 2017 zusammengerechnet und ist auf die erstaunliche Zahl 19.000 gekommen. Als Fächergruppe stach „Medizin-Gesundheitswissenschaften“ mit einem Zuwachs von 25 Prozent heraus.

Nur noch rund 20 Prozent der neuen Studiengänge haben klassische Bezeichnungen wie Chemie oder Physik und jeder sechste neue Studiengang ist ein sogenannter Hybrid- oder Bindestrich-Studiengang aus ehemals getrennten Fächern. Es geht unter anderem um akademische Neuerungen wie „Nachhaltige Agrar- und Ernährungswirtschaft“ oder „Culinary Arts and Food Management“.

Die Wahl der Studiengänge unterliegt Trends sowie ökonomischen Gegebenheiten

Der Anteil der zulassungsbeschränkten grundständigen Studiengänge ist im Vergleich zum Vorjahr bundesweit weiter zurückgegangen (von 49,5 Prozent auf 46,1 Prozent). Unter den Studiersystemen sind insbesondere Dual-Studiengänge beliebt. Dual studieren bedeutet praktisches Lernen in einem Unternehmen mit einem theoriegeleiteten Studium zu verbinden. Weiterer Vorteil ist ein Verdienst, der den Lebensunterhalt sichert.

Unter den vielen Studienfächern gibt es wechselnde Trends und Vorlieben. Sie sind abhängig von den Zukunftsaussichten und der Nachfrage. So boomen aktuell die Fakultäten der Ingenieur-Wissenschaften, Informatik, Betriebswirtschaftslehre und alles, was mit Medizin und Gesundheit zu tun hat. Absolventen können mit der Sicherheit an den Start gehen, später einmal einen Job zu bekommen.

Quelle: YouGov, 2016

Studium: Die Kosten sind ein Scheck für die Zukunft

Wer erst einmal studieren muss, kommt ohne einen Seitenblick auf die Kosten nicht herum. Da die meisten deutschen Universitäten und Hochschulen vom Staat finanziert werden, muss der Studierende in der Regel keine Gebühren zahlen. Nur so genannte Semesterbeiträge sind üblich (bis 250 Euro). Steht eine bestimmte Universität im Fokus, die in einer bevorzugten Stadt wie Berlin, Hamburg oder München liegt, muss mit höheren Unterhaltskosten gerechnet werden. Wo Wohnungsnot herrscht, schließen sich Studenten zu WGs zusammen. Es gibt für jede Hürde mit etwas Phantasie wahrscheinlich eine Lösung, wenn es ein Studium
sein soll.

Das Durchschnittsgehalt aller Fach- und Führungskräfte liegt statistisch wie im Vorjahr unverändert bei 52.000 Euro. Dass Mediziner, Ingenieure und IT-Fachkräfte zu den Top-Verdienern in Deutschland gehören, überrascht nicht. Denn diese Berufsgruppen werden als Erste genannt, wenn in Deutschland vom „Fachkräftemangel“ die Rede ist. Absolventen der Wirtschaftsinformatik können mit Einkommen rechnen, die brutto jenseits von 60.000 Euro im Durchschnitt liegen.

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